Kerio Connect 9.1 – Der Mac-Client kommt

Rund im Halbjahresrhythmus beschert uns Kerio ein neues Featurerelease. Gut, die Integration des Bitdefender-Dienstes als Kerio-Antispam in Version 9.0.3 war eigentlich auch eine sehr schöne Funktionserweiterung, die tatsächlich für spürbar weniger Spam im Postfach sorgt.

Mit Kerio Connect 9.1 hat Kerio fleißig an der Verbesserung des Kerio Connect Client genannten Webinterfaces gearbeitet. Außerdem wurde auch für Administratoren etliches an neuen Möglichkeiten eingebaut. Und als absolutes Highlight gibt es jetzt eine eigenständige App für macOS.

Verbesserter Kerio Connect Client

Wesentliche neue Eigenschaft ist die Möglichkeit, die Chatfunktion direkt aus dem Webbrowser heraus zu nutzen. Damit entfällt die separate Installation bzw. Konfiguration von Instant Messaging Clients. Außerdem gestattet der Webclient den Anwesenheitsstatus zu setzen, so dass klar ist, ob man auf baldige Antwort hoffen kann.
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Außerdem listet der Kerio Connect Client jetzt bis zu 500 Nachrichten pro Seite (vorher 50), so dass das massenhafte Verschieben von Mails beispielsweise in einen Archivordner jetzt effektiver wird. Dies muss allerdings in den Einstellungen nach dem Update von jedem Nutzer selbst geändert werden:
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Außerdem gestattet der Client jetzt die Inlinedarstellung von Bildern in Mails oder Mail-Signaturen, die bislang nur als Anhang herunterladbar waren. Gleiches gilt für das Verfassen entsprechender Mails.
Beim Rechtsklick in den Spaltenkopf der Mailliste offenbart sich, dass die Spalte „An“ hinzugeschaltet werden kann. Somit ist sofort sichtbar, wer primärer Empfänger der Mail war (eigene Adresse, Mailingliste…):
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Schön ist auch, dass für angehängte vCards direkt ein Kontextmenü für „Kontakt erstellen“ hinzugekommen ist.
Updates für gemeinsame Termine werden jetzt nur noch an neue oder entfernte Benutzer geschickt.

Nativer Mac-Client für Kerio Connect – Technology Preview

Der Webmailclient ist zwar immer leistungsfähiger geworden, viele wünschten sich aber eine Standaloane App. Der Vorteil gegenüber dem Browser besteht unter anderem im Benachrichtigungssymbol im DockBildschirmfoto 2016-07-12 um 22.17.25
Auch geht der Mailclient im Browser schneller zwischen vielen geöffneten Tabs oder Fenstern unter. Beim ersten Start stellt sich vertrautes Feeling ein – wir sitzen gewissermaßen vor dem Login-Fenster des Webclients. Aber natürlich handelt es sich um den Konfigurationsdialog. Bei konfiguriertem Autodiscover genügt die Eingabe von Mailadresse und Passwort und man sitzt vor seinem Account. Die Optik orientiert sich an der des Webclients, die Fähigkeiten sollen mit 14-tägigen Updates aktualisiert werden, aber der erste Eindruck ist schon sehr überzeugend. Die Einstellungen des Aussehens der Oberfläche werden ebenfalls vom Server übernommen, was den Charme hat, dass man bei Nutzung auf mehreren Geräten überall die gleiche Optik hat. Jetzt hätten viele so etwas gern für Windows, denn das wäre der ultimative Outlook-Killer. Jedenfalls fast, denn wie der Webbrowser ist auch die Mac App auf eine Onlineverbindung zum Server angewiesen, offline wird nichts gespeichert. Und auch die Suche funktioniert natürlich nur dann richtig, wenn am Server die Volltextindizierung eingeschaltet ist.
Download der App erfolgt natürlich von der Kerio-Website.

Neue Einstellmöglichkeiten für Administratoren

Hier wurde vor allem an Installationen gedacht, die mehrere Domains hosten. So können jetzt einige Sachen mehr Domain spezifisch eingestellt werden. So lässt sich der Speicherplatz je Domain begrenzen.
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Und während man vorher nur eine Archivierung des gesamten Servers vornehmen konnte, lässt sich die Archivierung zu einer externen Mailadresse jetzt ebenfalls je Domain einstellen.

Geänderte Systemvoraussetzungen

Neben der hinzu gekommenen Unterstützung für Ubuntu 16.04 LTS sind einige Plattformen für die Serverinstallation weggefallen. Das wurde mit Erscheinen der Version 9 bereits angekündigt: Der Kerio Connect Server 9.1 läuft nicht mehr auf 32-Bit-Systemen. Davon betroffen sind nicht nur Windows 32 Bit, sondern auch diverse Linux-Distributionen.
Auf der Clientseite fällt der Windows XP Support für den Kerio Outlook Connector unter den Tisch. Angekündigt wurde ebenso, dass mit der Version 9.2.0 (erfahrungsgemäß gegen Endes des Jahres) auch die Unterstützung für den Internet Explorer 10 entfällt.

Die kompletten Releasenotes sollte jeder Admin vor der Installation lesen. Und die Releasehistory listet die Änderungen im Detail alle auf.

Erster Erfahrungsbericht

Installation über die integrierte Updatefunktion der Administrationsoberfläche bescherte mir am 12.7.16 noch die Installation der 9.1.0 RC 1 (1250) (Windows 64Bit). Der Download aus dem Kerio Download Archiv beschert einem dann Version 9.1.0 (1318). Ich nehme an, dass dies nur ein vorübergehender Zustand sein dürfte.
Nach erfolgter Installation darf man nicht nervös werden, weil der Server scheinbar nicht funktioniert. Durch die geänderte Datenbank findet eine einmalige Konvertierung statt, die in unserem Fall nach 10 – 15 Minuten abgeschlossen war. Man sollte das Zeitfenster für das Update diesmal also etwas größer bemessen.
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Ein Gedanke zu „Kerio Connect 9.1 – Der Mac-Client kommt

  1. und ich habe mich die ganze Zeit mit dem Ungetüm Exchange rumgeschlagen….. Böser Fehler…. Kerio macht mir echt Angst…. Keine Probleme, keine Fehler, Umfang größer als erwartet…. Was mach ich nur mit all der restlichen Zeit…

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